Urteilsdatenbank

Immobilienverkäufer muss für die arglistige Täuschung des Maklers einstehen

Verkäufer, die einem Immobilienmakler die selbständigen Verkaufsverhandlungen überlassen, müssen sich dessen Aussagen zurechnen lassen.



Urteil des OLG Stuttgart vom 24.01.2011

Aktenzeichen: 13 U 148/10

Der Käufer eines Einfamilienhauses hatte eine Mitarbeiterin des beauftragten Maklers nach Feuchtigkeit im Keller des Kaufobjekts befragt und bekam die wahrheitswidrige Antwort, dass frühere Probleme behoben seien. Nach dem Kauf stellten sich aber entsprechende Schäden ein. Der Käufer durfte daher den Kaufpreis trotz eines vertraglichen Gewährleistungsausschlusses mindern, da der Hausverkäufer dem Makler die selbständige Führung der Verkaufsverhandlungen übertragen hatte und sich daher die arglistige Täuschung zurechnen lassen musste.



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