Bestellerprinzip – Was Vermieter bei der Wohnungsanzeige beachten sollten

MietvertragNoch vor einem Monat konnten sich Vermieter bei der Mietersuche bequem zurücklehnen und sich vom beauftragten Makler passende Mieter vorschlagen lassen. Die Makler-Provision hatte der Vermieter dabei nicht selbst zu tragen, sondern zumeist der zukünftige Mieter. Seit der Einführung des Bestellerprinzips ist der Auftraggeber jedoch zugleich der Zahlungspflichtige, was viele Vermieter dazu veranlasst sich selbst auf die Mietersuche zu begeben. Eine interessant gestaltete Wohnungsanzeige kann die Suche erheblich erleichtern.


Viele Wege führen zum Mieter

Die potentielle Mieterschaft überhaupt zu erreichen sollte für Vermieter heutzutage nicht das Problem sein. Online-Plattformen wie Immoscout, Immonet und einige andere bieten hierfür ausreichend preisgünstige bis kostenlose Möglichkeiten das zu vermietende Objekt zur Schau zu stellen. Genauso betreibt so manche Tageszeitung, parallel zur Printversion, ihr eigenes Online-Immobilienportal. Vermieter haben also die Möglichkeit auch ohne Makler an potentiell passende Mieter zu kommen. Je nach Such-Strategie und Attraktivität der Immobilie kann es jedoch ratsam sein die Anzeigen nicht allzu breit zu streuen, um eine eventuelle Flut an Bewerbern etwas einzugrenzen.


Inserat ausführlich gestalten


Bei der Schaltung von Inseraten sollten Vermieter nicht an der falschen Stelle, nämlich der Zeit zur Gestaltung, sparen. Denn je präziser das Mietobjekt beschrieben ist, desto eher findet man den passenden Mieter. Wenn ein Vermieter sehr konkrete Vorstellung seines Ideal-Mieters hat kann er dies auch in seinem Inserat kundtun. Eine detaillierte Wohnungsanzeige dämmt eventuell nicht nur die Menge der eingehenden und zu bearbeitenden Bewerbungen ein, sondern dient zudem der Vorauswahl. Wenn Mietinteressenten bereits im voraus merken, dass sie den Anforderungen nicht entsprechen, bzw. aufgrund einiger Details selbst nicht an einem Mietverhältnis interessiert sind, ist beiden Seiten, Vermietern und Mietern, geholfen.


Gute Bilder machen das Mietobjekt interessant

Vor allem Online-Portale bieten die Möglichkeit der Anzeige Fotos der Immobilie beizufügen. Auch hier sollten Vermieter Zeit investieren um ihr Inserat mit ausreichend vielen, detailreichen und aussagekräftigen Bildern zu bestücken. Hierbei können nicht nur Bilder vom Innenraum, sondern auch Außenansichten für potentielle Bewerber interessant sein. Um das Mietobjekt besonders attraktiv wirken zu lassen, empfiehlt es sich die Fotos bei hellem Tageslicht und, falls vorhanden, mit einem Weitwinkelobjektiv aufzunehmen. Dazu darf natürlich der Grundriss in einer Online-Anzeige nicht fehlen.

Die Angabe von Telefonnummern vermeiden

Bei der Angabe der Kontaktdaten sollten private Vermieter unbedingt auf die Nennung der eigenen Telefonnummer verzichten, da es ansonsten die eigene Leitung für einige Tage womöglich zu verglühen droht. Dazu empfiehlt es sich nicht die private E-Mail-Adresse anzugeben, sondern eine eigene Adresse speziell für Vermietungsangelegenheiten einzurichten. Nach der Schaltung der Suchanzeige sollte man dann regelmäßig die Bewerberzahl kontrollieren und die Anzeige notfalls wieder herausnehmen, falls die Zahl der Interessenten-Mails anderenfalls unüberschaubar zu werden droht.


Redaktion wohnungsbesitzer.de


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