Die Zweite Miete – Sparen an den Nebenkosten

geld-1Miet-Nebenkosten werden angesichts stetig steigender Mieten immer mehr zum Thema für Mieter und Vermieter. Denn die reinen Wohnkosten sind eben nur die sprichwörtliche „Halbe Miete“. Hinzu kommen zum Beispiel noch Posten wie Strom, Wasser, Heizung und Müllentsorgung. Eine Studie zeigt nun, dass viele Mieter unzufrieden mit der Handhabung der Betriebskosten seitens der Vermieter sind.

Drei Viertel der Mieter glauben, dass es auch billiger geht

Laut einer Studie desWohnungsunternehmens TAG Immobilien und der Technischen Universität Darmstadt gibt sich lediglich ein Viertel der Mieter mit dem Engagement ihrer Vermieter bezüglich der anfallenden Miet-Nebenkosten zufrieden. 77 Prozent der 1000 Befragten sind laut Untersuchung der Meinung, dass ihr Vermieter sich zu wenig um die Senkung der sogenannten Zweiten Miete, wie zum Beispiel Kosten für Strom, Müllentsorgung, Wasser und Heizung, kümmern.


Sparmodell in Salzgitter

Dass man mit den Nebenkosten gehörig sparen kann, zeigen die beispielgebenden Sparmaßnahmen der TAG Immobilien AG in Salzgitter. Dort konnten die Gesamtmietkosten durch Einsparungen bei den Nebenkosten um bis zu 20 Prozent pro Wohnung reduziert werden. "Wir haben die Bereiche Energiekosten, Abfallentsorgung, Kabelfernsehen, Internet und Hausmeisterdienste für die mehr als 15.000 Mieter optimiert", begründet TAG-Vorstand Claudia Hoyer das positive Resultat der Einsparungen. Um dieses zu erreichen nahm die Immobilien AG unter anderem Anbieterwechsel bei der Energie-, wie Müllentsorgung vor und verbesserte ihr eigenes Müllentsorgungs-System.

Viele Fehler bei Abrechnung der Nebenkosten

Doch selbst wenn in sämtlichen Bereichen die optimale Variante gefunden ist, können die Betriebskosten immer noch zu hoch sein. Denn laut Mieterbund ist jede zweite Nebenkosten-Abrechnung unplausibel, unvollständig oder schlichtweg falsch. Daher ist es von Nutzen, seinen Mietvertrag auf die Regelung der Betriebskosten zu prüfen. Dazu sollte man die Betriebskostenabrechnung stets kontrollieren, um rechtzeitig auf Fehler aufmerksam zu werden. Dazu sollte man nachsehen ob es sich bei den abgerechneten Kosten auch um Betriebskosten im eigentlichen Sinne handelt. Verwaltungs- und Reparaturkosten zählen zum Beispiel nicht zu den Betriebskosten. Findet man diese auf der Abrechnung, sollte man dem auf jeden Fall nachgehen.

Weiterführende Links:
Näheres zur Umfrage in der Pressemitteilung der TAG Immobilien AG

Die häufigsten Fehler bei Betriebskostenabrechnungen nach den Erfahrungen des Deutschen Mieterbundes und der örtlichen DMB-Mietervereine


Redaktion wohnungsbesitzer.de



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