Immobilienpreise steigen weiterhin an – Allerdings weniger stark

mehrfamilienhaus1Wohnen ist hierzulande nicht billig. Vor allem in so mancher Großstadt soll man für seinen Wohnraum, egal ob zur Miete oder als Eigenheim, horrende Summen aufbringen. Mit der Mietpreisbremse soll schon bald zumindest den überteuerten Mieten Einhalt geboten werden, während die Kaufpreise für Eigentumswohnungen immer mehr in die Höhe steigen. Die Bundesbank meint in ihrem Monatsbericht jedoch keine Preisblase erkennen zu können.


Wohneigentum wird immer teurer.


In ihrem Monatsbericht vom Februar 2014 kommentiert die Bundesbank einen Bericht des Verband Deutscher Pfandbriefbanken (VDP) über den erneuten Anstieg der Kaufpreise für Wohneigentum. Dieser lag laut VDP im Jahr 2014 gesamt bei knapp fünf Prozent. Mit diesem erneuten Anstieg setzt sich der Trend der letzten Jahre fort, womit seit dem Jahr 2003 eine Preissteigerung von circa 23 Prozent zu verzeichnen wäre. Eine Gefahr für den gesamtdeutschen Markt will die Bundesbank in ihrem Monatsbericht vom Februar allerdings erkennen. Hier heißt es, dass im Ganzen gesehen keine Überbewertung der deutschen Immobilien erfolge. Dies sei lediglich in manchen Städten und Ballungsräumen der Fall.

Der Immobilienpreis-Anstieg flacht ab.

Weiter meint die Bundesbank, dass die Preise für Wohneigentum im Gros jedoch nicht mehr so stark anstiegen wie noch in den letzten Jahren. Dies gelte vor allem für Eigentumswohnungen auf dem innerstädtischen Markt. Die Preise für Einfamilienhäuser in Ballungszentren legten jedoch abermals kräftig zu. Diese Entwicklung sei laut Bundesbank unter anderem eine Reaktion auf die verminderte Nachfrage, bedingt durch zu hohe Immobilienpreise. Dazu seien in 2014 zusätzliche Objekte auf den Markt gekommen, was ein größeres Angebot zu Folge gehabt habe.

Deutsche Immobilien trotz Preisanstieg weiterhin begehrt.

In einem Bericht vom 16.Februar 2014 erklärt Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des VDP, dass der erneute Preisanstieg dem Interesse an deutschen Immobilien jedoch nicht schade: „Die Nachfrage nach Wohn- und Gewerbeimmobilien ist ungebrochen. In dem Zusammenspiel von niedrigen Zinsen, hoher internationaler Kapitalmobilität und einer hierzulande vergleichsweise stabilen Wirtschaftsentwicklung werden deutsche Immobilien von nationalen und internationalen Anlegern weiterhin gesucht.[...]“. Hält diese Nachfrage weiterhin an, habe dies laut Tolckmitt zur Folge, dass die Preise für einen Großteil der deutschen Immobilien weiter ansteigen würden.

Redaktion wohnungsbesitzer.de

Weiterführende Links:
Der Bericht des Verband Deutscher Pfandbriefbanken vom 16.02.2014.

Der Monatsbericht der Bundesbank vom Februar 2014.


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